Zauber dir deinen Willen stark – Willensbefehle zur Selbststeuerung (Teil 1)

Lieber Leser,

heute finden Sie den ersten Teil zu meiner „Willsensreihe“ in meiner Hypnothek.

Der Wille ist allgegenwärtig, was man will kann man üblicherweise schaffen, was man nur halbherzig beabsichtigt verliert sich schnell in anderen Dingen. Motivationstrainer strampeln sich Jahr für Jahr (für die Trainer sehr gewinnbringend) und bewirken bei den meisten Menschen erst eine Euphorie, dann immer wieder Ernüchterung, wenn die Euphorie verebbt und der Alltag uns wieder einholt.

Aber die Frage bleibt offen, wie stärken wir den eigenen Willen dauerhaft?

Die Psychologie hat dazu erstaunlich wenig zu sagen, obwohl der Wille so eine zentrale Rolle in unserem Leben spielt. Ich glaube, der Umgang mit dem eigenen Willen basiert auf Missverständnissen.

Einige Dinge scheinen mir klar:

–          Ich kann meinen Willen sammeln

–          Er ist wie ein Muskel, den man trainieren kann

–          Der Wille kann von mir, aber auch von anderen Menschen beeinflusst werden

–          Emotionen stärken oder schwächen meinen Willen

–          Bewusstsein, Wille und Unbewusstes können sich gegenseitig beeinflussen

Will man etwa mit dem Rauchen aufhören, muss man seinen Willen sammeln. Viele Menschen berichten, irgendwann war es einfach soweit, die Zigarette wurde weg geschmissen und das war es. Aber wie kommt man dahin?

Willensbefehle:

Meistens kennen wir das, wir sind aufgeregt und wir sagen uns „entspann Dich“, meistens führt das aber zu mehr Aufregung und zum Gegenteil! Man könnte meinen das funktioniert also nicht. Ich denke aber, das ist ein großes Missverständnis.

Man kann sich sehr gut steuern, aber der Zeitpunkt sollte einfach deutlich früher vorrausschauend gewählt sein. Timing ist hier das A und O.

Im emotional entspannten, eher neutralen oder leicht positiven Zustand bin ich durchaus offen für solche Absichten/Willensbefehle, die ich mir selbst gebe. Bin ich jedoch zu aufgeregt, ist es scheinbar zu spät für „innere Anweisungen“. (das stimmt nicht dazu nächste Woche dann mehr)

Ich habe eine sehr große Liste von Willensbefehlen erstellt, hier finden Sie einige davon:

–          sammel

–          entspanne

–          atme

–          ordne

–          schütze

–          fokussiere

–          stärke

–          schwäche

–          konzentriere

–          öffne

–          binde

–          erweitere

–          erkenne

–          verstehe

 

Sinnvoll ist es einen Willensbefehl mit einer Emotion, einer Absicht oder einem Gedanken zu verbinden.

Etwa

„ordne Gedanken“

„sammle Klarheit“

„verändere Angst“

„erkenne Problem“

„beruhige Gedanken“

„entspanne Körper“

„fokussiere Willen“

Also, ein bisschen wie ein „Zauberspruch“. Es ist wohl keine Zufall, dass Magier aller Zeiten mit dem Willen gearbeitet haben. (wir sind also Harry Potter, wenn wir wollen. Ich mag ja Harry Dresden lieber, nur am Rande.)

Gibt man sich eine solche Willensanweisung in einem „entspannten und eher neutralen“ Zustand, kann man durchaus den Willen fokussieren und sich selbst steuern. Man trainiert den Willen, dann wie einen Muskel. Auch sagt man dem Bewussten und Unbewussten früh genug, was man will. Alle Systeme können sich also nach unserem Willen ausrichten.

Das man dies mit Hypnose ungleich verstärken kann, liegt auf der Hand. Dazu nächste Woche dann mehr.

Viel Spaß damit!

Ingo Komenda