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Die andere Psychotherapie ...

Hypnosigillen 1 – Symbole der tiefsten Verarbeitung

Lieber Leser,

in den letzten Wochen habe ich immer wieder an Sigillen gearbeitet, eine Praxis der Vertiefung, die man eigentlich aus der magischen Literatur kennt. Sie geht auf O.A. Spare zurück und hat bisher keine Beachtung in der Psychologie gefunden.

Dabei ist die Idee brilliant und bietet eine tiefere Arbeit mit der Struktur des Unbewussten. Man kann sie mit modernen Wissen durchaus entmystifizieren, allerdings bleibt die Beschäftigung mit diesen Symbolen für mich absolut faszinierend, die Wirkung ist beachtlich. Sie macht die Kraft des Unbewussten direkt erfahrbar.

Sigillen sind ein Katalysator, sie verändern unsere Beziehung zu einem Thema.

Möchte ich mich zum Beispiel mit dem Tod beschäftigen, wird mein Bewusstsein zumeist auf die gewohnte Art reagieren, zumeist mit Angst, Ablenkung oder Ablehnung. Das Unbewusste hat aber eine ganz andere Sichtweise, die oft nicht zum Bewusstsein vordringen kann. Das Bewusstsein hat eine Art „Blut-Hirn“ Schranke, die bestimmte Inhalte verdrängt, filtert oder verformt.

Ich nenne diesen Teil das Strukturbewusste, es ist sehr rigide und Sitz vieler Ängste, Hemmungen, Befehle, Aufträgen und weiteren Einschränkungen.

Will man über den Tod nachdenken ist das so, also würde man „in die Sonne schauen“, es geht kaum lange (Yrvin D. Yalom). Über eine Sigille erfasse ich ein Thema symbolisch und erteile hingegen Erlaubnis am Strukturbewusstsein vorbei Inhalte vielfältig zu erfassen. Es ist wie eine Abkürzung, eine Überbrückung. Nach demselben Prinzip funktioniert im übrigen auch der Hypnodrift. Die Angst vor dem Tod sitzt tief in uns, über eine Sigille kann ich auch mein tiefes Wissen über Leben und Tod aktivieren und dadurch die Angst verlieren.

Eine Hypnosigille bildet einen Fokus, einen Anker, ja eine Erlaubnis ans Unbewusste bestimmte Themen und Gefühle an die Oberfläche zu spülen.

Eine solches Symbol entsteht bei mir bereits durch die Kooperation mit dem Unbewussten. Manche Tage tragen ein Thema, mit dem ich mich dann in der Tiefe beschäftige. Ich fokussiere mich innerlich auf das Thema, setze mich dann „entspannt“ oder in Trance hin und schaue welche ersten Bilder in mir auftauchen. Die Sigille durchläuft dann eine Entwicklung und irgendwann signalisiert mir mein Unbewusstes dann, dass es gut ist.

Ich denke, grundsätzlich sind viele Symbole so entstanden, sie sind ja lediglich Konvention. Trotzdem haben Hypnosigillen eine Kraft, die die extrem stärkeren Verarbeitungskapazitäten des Unbewussten nutzen.

Während das Unbewusste 3 TB pro Sekunde verarbeitet, schafft es das Bewusstsein gerade auf 170 Bit (Schätzung). Dieses extreme Ungleichgewicht ist etwa so als hätte man einen modernen Computer mit 8-Kernen aber einem RAM von 64k. Dieser Flaschenhals ist immens und wohl letztendlich darauf zurück zu führen, dass unser Großhirn so schnell gewachsen ist.

Erlaube ich mir also über eine Beschäftigung mit der Sigille ein Thema zu verarbeiten, geraten neue Inhalte an die Oberfläche am Strukturbewusstsein vorbei. Dadurch kann in der Tiefe etwas verarbeitet und Ängste transformiert werden.

Die abgebildete Sigille ist die Sigille „Harial“ und ist ein Beispiel für eine psychologische Schattenarbeit. Viele Menschen die sie sehen, sehen einen unbekannten Teil von sich, wie durch einen Spiegel. Das zeigt auch das Symbol, links ist das Unbewusste, rechts das nach oben offene Bewusstsein.

Lass dich nicht abschrecken, diese Verarbeitung tut gut. Nimm dir ein paar Minuten Zeit. Verbinde dich mit deinem Körper und schaue die Sigille an. Du kannst sie anklicken, dass sie alleine auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Erfühle sie, gehe die Linien entlang, stelle sie dir vor.

Was siehst du, was du sonst über dich nicht siehst?

Was löst es in dir aus?

Was kannst du darüber über dich erfahren?

Welche Gefühle hast du?

Welche Bilder oder Situationen tauchen plötzlich auf?

Viele Spaß bei deiner Arbeit. Zu diesem Thema wird es auch ein Buch geben, weil wir diese Arbeit als sehr stark und verändernd erleben.

Die Sigille ist von mir, das Bild von der wunderbaren Künstlerin G.Janas.

Euer Ingo