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Wenn es bewusst nicht mehr weitergeht ...

Es drückt! … eine ganz kleine Raupentragödie

Als die Raupe zum Raupenarzt geht, geht es ihr nicht gut.

Sie hat ein wirklich großes Raupenauto, ein Raupenhaus, ein Raupenhaustier, 2 Raupenkinder, ein Raupenkonto und sogar ein Raupenfernseher. Eine Raupe braucht auch viele Schuhe! Sie ist trotzdem manchmal traurig und fühlt sich nicht gut.

Es drückt irgendwie.

Der Raupenarzt findet, sie sieht ganz gut aus, nur die Haut ist zu gelb. Oder zu rot. Oder zu alt. Sie soll mehr Raupensport treiben, nicht rauchen und sich besser ernähren. Sie ist eh zu dick!

Es drückt.

Die Raupe geht zum Raupenspezialisten mit modernster Raupentechnik, die alles über Raupen weiß. „Verschleiß, das wir nie wieder besser! Ich finde aber nichts, gehen Sie zu einem Therapeuten“.

Und es drückt weiter, sogar ein klein wenig mehr als gestern

Der Raupenpsychologe kennt sich aus, er ist ein Spezialist! Vor allem darin, wie man endlich eine glücklich Raupe wird. „Machen Sie sich positive Raupengedanken, finde Sie andere Raupen die wie Sie das Raupensein nicht verstehen, Seien sie doch eine glückliche Raupe. Besser wird es eh nicht, funktionieren Sie am besten wieder als Raupe und nehmen Sie ihr Raupensein endlich an“. So glücklich sieht der Spezialist aber selber gar nicht aus, findet die Raupe nur ganz kurz in einem rebellischen Moment.

Die Haut tut langsam weh und sie überhaupt wird sie langsamer, irgendwie träge und auch traurig. Es drückt!

Da bekommt die Raupe wirklich Angst! Sie geht zum Raupenpsychiater, der sie ausdrücklich warnt „Träumen Sie nicht vom Fliegen!“ Es gibt eine schöne bunte Schlaftablette, die alle Träume entlarvt. Die Raupe zuckt zusammen. Der Raupenpsychiater weiß Bescheid, die Raupe ist krank. Sie träumt vom Fliegen. „Der Nächste bitte.“

Die Raupe zieht sich zusammen. Es wird dunkel. Ihr wird schwindelig, aber immerhin! Ihr ist etwas wohliger in der enger werdenden Haut.

Aber es drückt.

Der Raupenguru sagt „Kommst du zu mir und du wirst du eine leuchtende, wunderschöne Raupe. Träume aber nicht vom Fliegen, das kann nur ich. Schau her ich bin die fliegende Raupe“

Und sie dient. Und vergibt. Und betet, endlich eine gute Raupe zu werden. Doch es drückt. Immerhin! Sie ist eine bessere Raupe geworden.

Später wird es ganz schlimm. Dieser Druck und endlich erstarrt sie. Sie rettet was zu retten ist.

Sie legt sich hin und schläft.

Und es drückt.

Und sie schläft.

Und es drückt.

Und sie schläft

Und es drückt.

Und es drückt.

Manchmal träumt sie noch davon zu fliegen, aber nicht mehr so oft. Sie ist zu alt. Eine Raupe muss realistisch bleiben.

Manchmal, nur noch ganz selten ist sie sogar eine glückliche Raupe.